Glück (Elternhaus, Job) und harte Arbeit - Meine Eltern waren das krasse Gegenteil von Gen-Z. Die hatten 3 Kinder, eines über Jahre schwer krank (ich) und dennoch 40-60 Stunden die Woche gearbeitet + daheim Haus, Hof, unmengen Tiere versorgen (Schweine, Mastbullen, Hühner, Gänse), Garten und paar Morgen Feld bewirtschaften und dennoch hatten die irgendwie auch immer Zeit für uns als Kinder. Beschwert haben die sich nie... Damit wurde aus einem Abbruchgrundstück wieder ein Hof (nicht mein heutiger) und der Grundstein für einen Neuanfang (Wiedereinrichter) 1990 mit nicht mal 1.000 Mark auf dem Konto (alles Geld zu DDR-Zeiten ging in uns 3 Kinder und das 84 bis 89 gebaute Haus auf dem Hof der Eltern, weil das Alte Haus nicht mehr zu retten war), aber mit ner guten Ausbildung meiner Eltern, ohne eigene Technik und 18ha eigener Scholle welche der Opa nach dem Krieg mit dem Hof gekauft hatte ...
Damit haben meine Eltern und ich dann den Neustart gewagt und hatten auch ab da wieder jeder für sich gesehen über Jahrzehnte die Arbeit für 2 AKs erledigt. 10h am Tag, 7 Tage die Woche war normal, in der Saison konnten daraus bis 16h am Tag bei 7 Tage die Woche werden.
Harte Arbeit, wenig Freizeit, kaum Urlaube - aber damit halt auch Werte geschaffen, etwas aufgebaut wovon wir heut halt noch profitieren können. In den Schoß gefallen ist da keinem was und körperlicher Raubbau wars zeitweise ganz sicher auch, 100 wird keiner von uns werden.
Aber so kann mans halt schaffen, auch wenn man wenig hat. Das scheint mitunter der Gen-Z verloren gegangen zu sein. Früher hieß es, vor dem Vergnügen kommt die Pflicht - heute will man das Vergnügen direkt ab Schulabgang haben. Verrückt.